
Diese Route ist ausgesprochen attraktiv, da sie von anderen Wegen abgeschieden durch das Tal Vejle Ådal verläuft, viel Natur und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.
Der Bahnhof und das alte Handelshaus Bindeballe Købmandsgård entstanden im Zuge des Baus der Vandel-Bahn, die von 1897 bis 1957 verkehrte. Über die Geschichte der Eisenbahn kann man sich im alten Bahnhof informieren, während es im als Museum aufgemachten Handelshaus interessante Dinge zu kaufen gibt.
Der Runkenbjerg ist ein langer, schmaler Höhenzug, der sich nach dem Zurückweichen des Eises gebildet hat, welches das breite Tal geformt hat. Von hier aus hat man einen phantastischen Blick auf die Landschaft.

In der ehemaligen Kiesgrube Tørskind befindet sich eine Sammlung großer Landschaftsskulpturen aus Holz, Stein und Metall, Werke der Bildhauer Robert Jacobsen und Jean Clareboudt.
Im Wald nördlich des Bahnhofs Ravning ragt die Wallanlage Troldborg Ring, eine in der Eisenzeit uneinnehmbare Befestigung, aus der Landschaft empor. Ein teilweiser Nachbau der Ravning-Brücke, eines Bauwerks von König Harald Blåtand aus der Zeit der Wikinger, ist hier im Tal zu bestaunen. Im Bahnhof von Ravning befindet sich eine Ausstellung über die Brücke.
Die Höhenzüge von Vork Bakker, die ein bisschen an die Alpen erinnern, präsentieren sich mit hügeliger Landschaft, engen Schluchten, Wäldern, Seen und Feldern. In Vingsted gibt es den gleichnamigen See, der zu den interessantesten „Waffenopfermooren“ des Landes aus der Eisenzeit gehört. Im nahegelegenen Eisenzeitmuseum hat man Höfe aus jener Zeit rekonstruiert.

Im Jahre 1835 wurde im Moorgebiet Dronningens Mose bei Haraldskær eine Moorleiche gefunden, die man zeitweise für die verschwundene Wikinger-Königin Gunhild hielt. Es stellte sich jedoch schon bald heraus, dass es sich um eine Frau handelte, die um das Jahr 490 v. Chr. hingerichtet worden war. Die Moorleiche ist heute in der St. Nicolai Kirche in Vejle zu sehen. Die ehemals südlich des Wasserlaufs stehende Haraldskær Fabrik aus dem Jahre 1741 konnte die Wasserkraft für die Herstellung von Kupferartikeln, Sensen und Nägeln nutzen.
Auf einer ehemaligen Wallanlage nahe des Vejle Å wurde 1434 das Gut Haraldskær Hovedgård errichtet, das heute als Hotel dient. Die aus Travertin gebaute Kirche von Skibet weist ein Schiff und einen Chor in romanischem Stil auf. Den Chor schmücken Fresken aus dem 13. Jh.

Vejle hieß die Siedlung, die auf einer Flussinsel im Tal des Vejle Å entstand. 1327 wurden ihr die Stadtrechte verliehen, doch noch bis Ende des 18. Jh. war Vejle ein kleines Städtchen mit ländlichem Charakter. Danach stieg jedoch der Wohlstand, und heute präsentiert sich Vejle modern, beschaulich und mit kultureller Vielfalt.
Es gibt eine attraktive Fußgängerzone, hübsche alte Häuser, beschauliche Seitenstraßen und mehrere Museen, von denen ein Kunstmuseum und das Økolariet, ein Wissens- und Ausstellungszentrum über die Themen Umwelt, Energie und Natur, hervorzuheben sind. Sehenswert ist auch das älteste Gebäude der Stadt, die Skt. Nicolai Kirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Wahrzeichen von Vejle ist übrigens die 1847 errichtete Windmühle.